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Traumatherapie

Heute bin ich für MICH da!

Traumatherapiegruppe für Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. 20 Abende, um Methoden und Strategien der Stabilisierung und Selbstunterstützung zu erlernen und zu üben und kunsttherapeutische Erfahrungen zu machen; ergänzt durch fünf tanztherapeutische Abende mit Marie Faber, Tänzerin und Tanztherapeutin.
Ein Vorgespräch ist erforderlich.


Beginn: Mi 26.04.2017 / 17.15 - 18.30 Uhr (12 Termine)
Leitung: Birgit Gladbach-Eckstein
Kosten: 10,00 Euro Anmeldegebühr

gefördert durch die Glücksspirale

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Viele Mädchen und Frauen haben die Erfahrung von sexualisierter Gewalt überwiegend durch ihnen nahestehende Personen gemacht.
Die wichtigsten Untersuchungen aus Europa und den USA zeigen übereinstimmend:

Die Wahrscheinlichkeit der Traumatisierung ist damit für Frauen – wenn jede 4. in ihrem Leben sexualisierte Gewalt erlebt hat – hoch.
Nicht alle leiden später unter langanhaltenden Folgen, viele verdrängen zunächst das Geschehen und die Gefühle, weil sie keine Unterstützung finden, Scham und Schuldgefühle haben, bedroht werden oder einfach zu klein sind um es ansprechen zu können.

Was ist Trauma?

Trauma bedeutet Verletzung. Traumatische Erfahrungen sind solche, die das Ausmaß alltäglicher Belastungen überschreiten und / oder als so erschütternd erlebt werden, dass die Erfahrungen von körperlicher Bedrohung, Hilflosigkeit, Entsetzen und Furcht nicht bewältigt werden können.

Kurzfristig oder länger andauernd kann das körperliche, seelische und geistige Erleben aus den Fugen geraten, das bisherige Leben kann als sinnlos und überfordernd erlebt werden. Da die Menschen aber auch über Schutzfaktoren und Selbstheilungskräfte verfügen kann TraumaTherapie erfolgreiche Hilfsangebote bereitstellen.

Welche typischen Reaktionen gibt es?

Sexuelle Gewalt und körperliche Gewalt sind Handlungen des Machtmissbrauchs. Es sind Verbrechen die Betroffene seelisch, körperlich und geistig schädigen. Häufig wird zusätzlich mit Gewalt gedroht für den Fall, dass das Kind oder die Frau Hilfe holen will.
Dieser innere Druck kann zu Angstzuständen, Schlafstörungen, Alpträumen, selbstverletzendem Verhalten, Risikoverhalten, Entwicklungsstörungen, Depressionen und Störungen im Bereich der Körperwahrnehmung und Bewegung führen.

Manche Betroffene sind jahrelang belastet durch ein negatives Selbstbild, Scham- und Schuldgefühle, Panik, Hoffnungslosigkeit und auch Ausbrüche von Zorn und Wut in belastenden Situationen. Alpträume können wiederkehren und belastende Bilder wachrufen, plötzliche, sehr realistische Wiederbelebungen von Erinnerungsbruchstücken können völlig unerwartet auftreten.

Auch wenn eine Frau oder ein Mädchen solche Erlebnisse nicht zuordnen kann, ist es wichtig Hilfe zu suchen um mit fachlicher Begleitung für die Stärkung der eigenen Selbstheilungskräfte zu sorgen, Entlastung zu finden und Hilfen für den Umgang mit Traumafolgen zu erlernen. Auch Freundinnen und PartnerInnen sollten Mädchen und Frauen ermutigen sich Rat und Hilfe zu holen.

Bei uns finden Mädchen und Frauen einen geschützten Raum, in dem sie über ihre Ängste und Erfahrungen sprechen können, wo sexuelle Gewalterfahrungen nicht als Tabu behandelt werden und die Mädchen und Frauen nicht als Opfer angesehen werden, sondern Bestärkung ihrer Kompetenzen und Förderung ihrer Selbstheilungskräfte erfahren.

In Einzelgesprächen und in Gruppen können Frauen lernen Kontakt mit ihren verletzten Seelenteilen aufzunehmen, innere Kraftquellen zu finden und im Umgang mit belastenden Erinnerungen kann frau lernen diese für ihre Heilung zu nutzen, ebenso wie Selbstfürsorge und das Finden unterstützender Menschen und Erfahrungen. (- Prinzipien der psychoimaginativen Therapie von Luise Reddemann-)

Viele Frauen die schon als Mädchen sexuelle Gewalt erfahren haben, haben auch eine besondere Sensitivität entwickelt, z. B. für kreativen Ausdruck in:

diese als Potenzial, als Fähigkeit zu nutzen gehört ebenfalls zu unserer Unterstützungsarbeit.
Darüberhinaus suchen viele Frauen auch einen neuen Zugang zu ihren geistigen Kräften; hier bieten wir u. a. schamanische Reisen, als Unterstützung an.

Für unsere Arbeit ist es wichtig, dass wir die Stärke der Mädchen und Frauen achten. In Respekt und Solidarität (denn Männergewalt bedroht jede Frau, auch wenn sie nicht unmittelbar selbst Gewalt erfahren hat) begleiten wir die Frauen auf dem Weg ihrer Weiterentwicklung und Heilung.

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Literatur:

Frauke Teegen (2008): Wenn die Seele vereist. Traumatische Erfahrungen verstehen und überwinden. Kreuz Verlag Stuttgart

Luise Reddemann; Veronika Engl; Susanne Lücke (2007): Imagination als heilsame Kraft. Zur Behandlung von Traumafolgen mit ressourcenorientierten Verfahren. Verlag Klett Cotta

Ellen Spangenberg (2008): Dem Leben wieder trauen. Traumaheilung nach sexueller Gewalt. Patmos Verlag

Gaby Gschwend (2006) Nach dem Trauma. Ein Handbuch für Betroffene und ihre Angehörigen. Verlag Hans Huber

 

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